Reise nach Madagaskar Ausbau

Das Raubtierhaus wird schrittweise zum Madagaskarhaus umgestaltet.

Die Gitter der bisherigen Raubtierkäfige werden im unteren Bereich (beim Nachttiergehege vollständig) durch Harfendraht ersetzt, im oberen durch weitmaschigere Netze, die es ermöglicht, dass kleinere Vögel sich auch freifliegend in der Halle zu bewegen, in der Anlage aber einen geschützten Brutraum vorfinden.

Anstatt der Geländer als Abstandshalter zu den Gittern werden 1-1,5 Meter breite Pflanzbereiche angelegt.

Die Stahlrahmen und Gitter der Außengehege werden soweit wie möglich bei der Konstruktion neuer Außenanlagen mit einbezogen und weitergenutzt.

Dornwald und Trockenwald

Die beiden Hälften des Binturong-Käfigs werden in Kombinationen aus Voliere und Terrarium umgestaltet, die den Dornwald (recht) und den Trockenwald (links) im Süden und Westen Madagaskars repräsentieren.

Die Dornwald-Voliere bewohnen die bedrohten Strahlenschildkröten, deren Zucht angestrebt werden sollte, die Großen Madagaskar-Bauleguane und Madagaskar-Weber.

In der Trockenwald-Voliere werden Vasa-Papageien, Schwarzköpfchen, Perlwachteln und Pantherchamäleons angesiedelt.

Im Pflanzbereich vor den Volieren werden Große Madagaskar-Taggeckos eingesetzt. Sie sollen den gesamten Besucherraum nutzen können. An der Wand zum Personalbereich wird außerdem ein Terrarium für Blaue Bambustaggeckos aufgestellt.

Die Binturong-Schlafbox wird unterteilt. Im vorderen Bereich wird ein Terrarium für Südliche Madagaskar-Boas eingerichtet. Der hintere Bereich dient als Abtrennraum für den Besatz der Voliere.

Der Außenkäfig erhält eine Bespannung aus feinmaschigerem Drahtnetz und dient als Außenvoliere für die Vögel. Die bodennahen Raubtierklappen werden dazu vermauert und stattdessen weiter oben an der Wand kleinere Vogelklappen installiert.

Nachttierbreich

Eine Nachttiervoliere mit umgekehrtem Tag-Nacht-Rhythmus entsteht im Fischkatzenkäfig am Kopfende des Hauses. Die Abstandszäune werden entfernt. Der Besucherraum erhält dadurch eine ausreichende Größe. Vom Rest des Hauses wird er durch eine quer eingezogene Trockenbau-Wand abgetrennt. Die Scheiben des Seiteneingangs, des Panorama-Fensters und der Oberlichter werden mit Lichtundurchlässigen Folien verdunkelt.

Das Nachttiergehege beziehen die Madagaskar-Ratten und Tenreks als Bodenbewohner, sowie nachaktive Makis. Sollte sich zukünftig die Möglichkeit ergeben, Fingertiere zu erhalten, ersetzen diese die Makis. Die Unterteilbarkeit des Geheges bleibt, auch in Hinblick auf eine mögliche Fingertierzucht, erhalten. Die Fischkatzen-Schlafbox wird weiterhin als Rückzugs- und Abtrennbox genutzt.

Alaotra-Voliere

Die Alaotra-Voliere entsteht im Löwenkäfig. In der linken Hälfte wird ein Innengehege für eine Gruppe Alaotra-Halbmakis eingerichtet. Mitbewohner der sind Bernierenten und Afrikanische Blatthühnchen. Die rechte Hälfte dient als Innenvoliere für Schopfibis, Seidenkuckuck und Turteltaube und soll auch der Zucht der seltenen und bedrohten Vogelarten dienen.

In der Mitte der Gehegefläche wird ein Wasserbecken angelegt, durch das Trenngitter zwischen den beiden Volieren unterteilt und in die Pflanzenzone im Besucherbereich weitergeführt. Die Löwenschlafbox wird als Nachtkäfig für die Makis hergerichtet. Im Pflanzenbereich vor der Voliere werden Tomatenfrösche ausgesetzt, die Einfassung des Pflanzbereichs entsprechend gesichert.

An der Wand zur Schlafbox wird ein Kastenterrarium für Goldfröschchen aufgestellt.

Das nordöstliche Viertel der alten Löwen-Außenanlage wird zur Außenanlage für die Alaotra-Halbmakis umgebaut. Dazu wird auf dem Niveau des Wassergrabens ein neuer Teich mit Insel angelegt, der durch das ansteigende Gelände tiefer liegt als der zum Haupteingang ansteigende Weg und die angrenzende Gehegefläche. Die daurch entstehenden Befestigungsmauern werden mit Kunstfels als Steilufer gestaltet und mit E-Draht gesichert. Die hohen Metallzäune und Sichtscheiben am Zugang zum Haus können daher abgebaut werden. Durch die tiefere Lage beobachten die Besucher die Halbmakis in den Kletterbäumen auf Augenhöhe.

Begehbare Madagaskar-Voliere

Auf den verbleibenden drei Viertel der alten Löwenanlage einschließlich Wassergraben entsteht eine begehbare Netzzelt-Voliere. Zugangsschleusen entstehen an Stelle der Panoramafenster vom inneren des Hauses und von der Westseite zum Hauptweg.

Neben einem Weg, der die beiden Eingänge verbindet führen Abzweigungen zu einer Uferhütte, von der aus die Besucher die Tiere aus und am Wasser beobachten können, und zu einem mit Harfendraht gesicherten Beobachtungspunkt oberhalb der Maki-Insel.

Besatz der Voliere sind Bernier– und Hottentotten-Ente, Witwenpfeifgans, Purpurreiher, Afrikanischer Löffler, Hammerkopf und Heiliger Ibis, sowie die Vögel der Alaotra-Voliere. Im Wassergraben werden auch hier Schilfinseln angelegt. Außerdem werden hier die Riesenschildkröten untergebracht, deren Außenanlage innerhalb der Voliere mit großen Steinen und Ästen eingefriedet wird.

In der Rahmenkonstruktion des Fischkatzen-Außenkäfigs werden Glasscheibe eingesetzt, so dass ein Winterhaus für die Volierenvögel und die Riesenschildkröten entsteht.